ALEX LONG MARKET SCANNER

Glossar

Erklärungen zu Signalen, Datenstatus, Modellbegriffen und Analyseansichten der Web-App. Die Definitionen beschreiben den Scanner v1.0 und sind keine allgemeine Börsenempfehlung.

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Signale & Entscheidungen

BUY Kaufen

Das Modell erfüllt die festgelegten Kaufbedingungen. In v1.0 verlangt das u. a. einen passenden Marktstatus, ausreichend Rebound-Potenzial, bestätigte Bodenbildung und begrenztes Exit-Risiko. BUY ist ein Analyse-Signal; die Web-App führt keinen Handel aus.

HOLD · Halten

Die Daten sind grundsätzlich bewertbar, aber weder die BUY- noch die SELL-Regeln greifen. HOLD bedeutet deshalb „keine neue modellseitige Aktion“ und nicht automatisch „risikolos“.

SELL Verkaufen

Mindestens eine definierte Exit-Regel greift, z. B. Trendbruch, Distribution oder bei stark gehebelten Produkten eine extreme Überdehnung. SELL ist ein Modell-Signal, keine automatische Order.

WATCH Beobachten

Beobachtungsstatus für gespeicherte Empfehlungen, die weder BUY, SELL noch HOLD entsprechen, aber ausdrücklich als „Watch/Beobachten“ klassifiziert wurden. Der Status wird vor allem in historischen bzw. ergänzenden Auswertungen angezeigt.

BLOCKED Blockiert

Der Datensatz oder die Bewertungsgrundlage erfüllt eine notwendige Sicherheitsbedingung nicht. Der Scanner bewertet dann fail-closed statt fehlende oder unzulässige Daten zu schätzen.

Nicht bewertbar

Interner Empfehlungszustand, wenn z. B. der erwartete EOD fehlt, weniger als die Mindesthistorie vorhanden ist oder die Signalbasis den Preflight nicht besteht. Im Dashboard wird das typischerweise als BLOCKED dargestellt.

Datenbereitschaft & Sicherheit

EOD · End of Day

Abgeschlossener Tagesendwert eines Handelstags. Das Modell v1.0 arbeitet mit finalen Tageswerten und verwendet keine Intraday-Werte für die reguläre EOD-Bewertung.

Expected EOD / erwarteter EOD

Der Handelstag, für den der aktuelle Lauf einen finalen Tageswert erwartet. Ein Wert kann historisch korrekt sein und trotzdem als „stale“ gelten, wenn er älter als dieses Datum ist.

Freshness / Aktualität

Prüfung, ob der neueste zulässige Datenpunkt dem erwarteten EOD entspricht. Ein veralteter Wert wird nicht einfach weiterverwendet, wenn die Regeln einen aktuellen EOD verlangen.

Final EOD

Kennzeichnung, dass ein Datenpunkt als abgeschlossener Tagesendwert akzeptiert wurde. Vorläufige oder nicht eindeutig finale Werte sollen nicht als regulärer Modellinput verwendet werden.

Score-ready

Die Signalbasis besitzt genügend zulässige Historie, die richtige Identität, einen passenden finalen EOD und erfüllt die übrigen Preflight-Regeln, sodass das Modell einen Score bzw. seine Komponenten berechnen darf.

Signal-ready

Das zugrunde liegende Signal-Underlying ist für die Modellbewertung verwendbar. Im Scanner entspricht dies im Kern einer bestandenen Score-Readiness der Signalbasis.

Trade-ready

Neben einem verwertbaren Signal sind auch die notwendigen Produktdaten für das konkrete ETP vorhanden. Ein Produkt kann also signal-ready, aber nicht trade-ready sein.

Scanner-ready

Die Struktur des vollständigen Scanner-Universums ist konsistent und der Lauf kann ausgeführt werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass jedes einzelne Instrument frische Marktdaten besitzt.

Fail-closed

Sicherheitsprinzip: Bei fehlenden, zu alten, nicht eindeutig identifizierten oder nicht zugelassenen Daten wird die Bewertung blockiert, statt einen Ersatzwert zu erfinden oder stillschweigend einen Proxy einzusetzen.

Input Status

Zeigt, ob die Eingabedaten für die Modellbewertung akzeptiert wurden. „OK“ bedeutet bewertbar; Zustände wie „FEHLT“ verhindern die reguläre Bewertung.

Mindesthistorie

Für v1.0 werden mindestens 60 zulässige tägliche Datenpunkte benötigt, bevor ein Instrument regulär bewertet wird. Zusätzliche Ziele von 252 bzw. 500 Tagen dienen operativer Historie und Backtests.

Exact Series / exakte Reihe

Eine Datenreihe, die genau der im Registry-Eintrag geforderten Index- oder Underlying-Identität entspricht. Ähnliche Preisindizes oder andere Return-Varianten dürfen nicht stillschweigend ersetzt werden.

Proxy

Ersatzreihe oder angenäherter Wert, der nicht exakt der geforderten Signalserie entspricht. Generische Proxy-Substitution ist im Scanner v1.0 für das Scoring verboten.

Rekonstruierte Historie

Historische Werte, die aus anderen verfügbaren Produkt- oder Referenzdaten abgeleitet wurden. Sie gelten nicht automatisch als exakt und sind normalerweise nicht für das Scoring zugelassen.

Accepted Historical Exception

Explizit dokumentierte Ausnahme, bei der eine rekonstruierte Historie nach separater Freigabe verwendet werden darf. In v1.0 ist BNSXFEME die bewusst zugelassene Ausnahme; sie wird weiterhin als Ausnahme gekennzeichnet.

Modell & Score-Komponenten

Dashboard-Score

Der in der Web-App gespeicherte Bewertungswert. Falls kein direkter Score vorliegt, kann der Export als Anzeigehilfe den Mittelwert der vorhandenen Komponenten RP, BC, TH und ER verwenden. Er ist keine Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse.

RP · Rebound Potential

Bewertet das Erholungspotenzial nach Schwäche. Einbezogen werden Überverkauftheit, 20-/60-Tage-Drawdown und negatives 5-Tage-Momentum. Die Komponente liegt im Modell zwischen 0 und 10.

BC · Bottom Confirmation

Bewertet, ob eine mögliche Bodenbildung bereits bestätigt wird. Berücksichtigt werden u. a. 1-/5-Tage-Rendite, Rebound, Rückkehr über den SMA20 und ein RSI-Zielbereich. Skala 0 bis 10.

TH · Trend Health

Misst die Gesundheit des mittelfristigen Trends anhand der Abstände zu SMA20/SMA50, des Verhältnisses SMA20 zu SMA50 sowie 20- und 50-Tage-Rendite. Skala 0 bis 10.

ER · Exit Risk

Schätzt das Ausstiegsrisiko als Maximum aus Überdehnungs- und Breakdown-Risiko. Hohe Werte sprechen für erhöhtes Risiko; berücksichtigt werden u. a. RSI, gleitende Durchschnitte, Momentum und Volatilität.

DQ · Data Quality

Datenqualitätswert des Modellinputs. Fehlende oder blockierte Daten erhalten keine normale Bewertungsfreigabe. Die Web-App zeigt zusätzlich Quellen- und Qualitätskennzeichnungen der gespeicherten Marktreihen.

State / Marktstatus

Regelbasierter Modellzustand wie KAPITULATION, BODENBILDUNG, REBOUND BESTÄTIGT, ÜBERDEHNUNG, AUFWÄRTSTREND, DISTRIBUTION, TREND BRICHT, STRESS oder NORMAL. Die Reihenfolge der Regeln ist fest definiert.

RSI14

14-Perioden Relative Strength Index nach Wilder. Er misst die Stärke jüngster Auf- und Abwärtsbewegungen und wird u. a. für Überverkauftheit und Überdehnung verwendet.

SMA20 / SMA50

Arithmetische gleitende Durchschnitte der letzten 20 bzw. 50 Tageswerte. Abstände des aktuellen EOD zu diesen Linien und ihr Verhältnis zueinander fließen in das Modell ein.

R1 / R5 / R20 / R50

Einfache Rendite des aktuellen EOD gegenüber dem Wert 1, 5, 20 bzw. 50 tägliche Beobachtungen zuvor. Die Größen beschreiben kurzfristiges bis mittelfristiges Momentum.

DD20 / DD60

Drawdown gegenüber dem höchsten Wert innerhalb der letzten 20 bzw. 60 Beobachtungen. Negative Werte zeigen, wie weit der aktuelle Wert unter dem jüngsten Hoch liegt.

Vol20 ann.

Annualisierte 20-Tage-Volatilität auf Basis täglicher Renditen. Sie dient im Modell unter anderem zur Einschätzung eines möglichen Trend-Breakdowns.

Rebound5

Der positive Anteil der 5-Tage-Rendite: negative Werte werden auf null gesetzt. Die Kennzahl misst, ob nach einer Schwächephase bereits eine kurzfristige Erholung sichtbar ist.

Web-App & historische Analyse

Long Scanner

Das aktive Universum der gehebelten Long-Produkte, die vom Scanner nach dem v1.0-Modell bewertet werden. Der Scanner führt keine Transaktionen aus.

Portfolio

Separater Bestand bzw. Beobachtungsbereich mit eigener Universumsmitgliedschaft. Scanner- und Portfolio-Ergebnisse werden dauerhaft gespeichert, bleiben aber logisch getrennt.

Instrument

Das konkrete handelbare Produkt oder Portfolio-Asset, z. B. ein ETP, ETF oder einzelner Titel. Es besitzt Identifikatoren wie ISIN/WKN und kann an eine Signalbasis gebunden sein.

Underlying

Der zugrunde liegende Index oder Marktwert, auf den sich ein Produkt bezieht. Für die Modelllogik ist die exakte Identität der verwendeten Underlying-Reihe entscheidend.

Signal-Underlying / Signalbasis

Die ungehebelte, exakt definierte Datenreihe, aus der das Modell seine Marktsignale berechnet. Produktpreis und Signalbasis sind bewusst getrennt.

Produktserie

Historische Kurs- oder NAV-Reihe des konkreten handelbaren Produkts. Sie wird für Charts bevorzugt, wenn genügend Produktdaten vorhanden sind.

Chart-Basis

Die Reihe, die in einem Instrument-Chart tatsächlich dargestellt wird. Fehlt eine ausreichende Produktserie, zeigt die Web-App transparent die Signalbasis statt einen unsichtbaren Ersatz zu verwenden.

Zeitmaschine

Historische Ansicht eines gespeicherten EOD-Zustands. Sie zeigt die Empfehlung, die im damaligen Lauf tatsächlich gespeichert wurde; spätere Datenkorrekturen berechnen alte Empfehlungen nicht rückwirkend neu.

Run / Lauf

Eine konkrete Scanner- oder Portfolio-Ausführung mit Zeitstempel, erwartetem EOD und gespeicherten Ergebnissen. Mehrere Läufe können zum selben Handelstag existieren.

Run-Historie

Dauerhaft gespeicherte Ergebnisse früherer Produktionsläufe. Die Web-App verwendet diese Historie für Zeitmaschine, Signalverlauf und Auswertungen.

Normierte Performance

Vergleich mehrerer Reihen mit gemeinsamem Startwert 100. So lassen sich unterschiedliche Preisniveaus direkt miteinander vergleichen; es handelt sich nicht um einen absoluten Kurs.

Hebel / Leverage

Faktor, mit dem ein Produkt die tägliche Bewegung seiner Referenz abbilden soll, z. B. 2x, 3x oder 5x. Durch tägliche Neugewichtung ist die mehrtägige Entwicklung nicht einfach „Indexrendite × Hebel“.

Signalwechsel / Signal-Transition

Ein neues BUY- oder SELL-Ereignis wird nur gezählt, wenn sich das Signal auf diesen Zustand ändert. Wiederholte identische Tagesläufe werden in der Signalqualitätsstatistik nicht als neue Ereignisse doppelt gezählt.

+1T / +5T / +20T

Nachlaufende Performance 1, 5 bzw. 20 Beobachtungen nach einem gespeicherten Signalereignis. „T“ steht hier für folgende tägliche Beobachtungen der verwendeten Chart-/Signalreihe.

5T Trefferquote

Anteil der auswertbaren Signalereignisse, bei denen die 5-Beobachtungs-Entwicklung in die erwartete Richtung lief: positiv nach BUY bzw. negativ nach SELL.

Ø signierte Rendite 5T

Durchschnittliche 5-Beobachtungs-Rendite mit Richtungskorrektur: bei SELL wird das Vorzeichen umgedreht. Positive Werte bedeuten, dass die Signale im Mittel in die erwartete Richtung liefen.

Kalibrierung

Historische Analyse, wie Signalereignisse in verschiedenen Score-Bereichen abgeschnitten haben. Sie ist rein beratend und verändert die Scanner-Schwellen nicht automatisch.

Score-Bucket

Score-Bereich wie 0–9, 10–19 usw., in dem historische Signalereignisse zusammengefasst werden. Dadurch lässt sich untersuchen, ob bestimmte Score-Zonen bessere historische Outcomes hatten.

Datenquellen, Identität & Metadaten

Turso

Dauerhafte Datenbank und operative Source of Truth für Marktbeobachtungen, Run-Historie und Dashboard-Export. Zugangsdaten werden nicht in die Browser-App eingebettet.

GitHub

Source of Truth für Code, Konfiguration, versionierte Manifeste und Runtime-Artefakte. Produktions-Workflows bauen und aktualisieren daraus Scanner und Web-App.

Source of Truth

Die maßgebliche Quelle für einen bestimmten Datentyp. Im System sind Verantwortlichkeiten bewusst getrennt: GitHub für Code/Konfiguration, Turso für dauerhafte operative Marktdaten und Analysehistorie.

Quelle / Source

Anbieter oder Route, aus der ein Marktwert stammt, z. B. Börse, Indexanbieter, offizieller Fondsanbieter oder validierter Redistributor. Die Provenienz wird möglichst mitgespeichert.

Datenqualität / Quality

Kennzeichnung der Herkunft und Verlässlichkeit einer gespeicherten Marktbeobachtung, z. B. exakte offizielle Reihe oder validierter exakter Redistributor. Sie ist von der reinen Aktualität zu unterscheiden.

Zeilen / Rows

Anzahl der verfügbaren Datenpunkte einer dargestellten Marktserie. Mehr Zeilen bedeuten mehr Historie, aber nicht automatisch höhere Datenqualität.

Letzter Wert

Datum des jüngsten Datenpunkts der im Dashboard verwendeten Reihe. Es kann von der erwarteten EOD-Frische abweichen und ist deshalb ein wichtiger Qualitätsindikator.

ISIN

International Securities Identification Number. Weltweit standardisierte Kennung eines Wertpapiers, die im System zur eindeutigen Produktidentität verwendet wird.

WKN

Deutsche Wertpapierkennnummer. Sie dient in der Oberfläche als kurze, gut lesbare Produktkennung, ersetzt aber nicht die technische Identitätsprüfung.

Währung / Currency

Währung der jeweiligen Produkt- oder Signalreihe, z. B. EUR, USD oder GBP. Unterschiedliche Währungen dürfen bei Identitäts- und Datenprüfungen nicht ignoriert werden.

Net Total Return

Indexvariante, die Dividenden nach typisierten Quellensteuern wiederanlegt. Sie ist nicht identisch mit einem Price Index oder Gross Total Return Index.

Gross Total Return

Indexvariante mit Wiederanlage der Bruttodividenden vor typisierten Quellensteuern. Sie muss als eigene Return-Type-Identität behandelt werden.

Excess Return

Indexrendite nach Abzug bzw. Berücksichtigung einer Finanzierungs-/Cash-Komponente gemäß Indexmethodik. Häufig bei Futures- oder Strategieindizes anzutreffen.

Cash Equity Index

Aktienindex auf Basis eines Aktienkorbs und nicht einer rollierenden Futures-Position. Return-Type und Währung bleiben zusätzlich Teil der Identität.

Rolling Futures Index

Index, dessen Exposure über Futures-Kontrakte aufgebaut und regelmäßig in spätere Kontrakte gerollt wird. Roll-Effekte können die Entwicklung gegenüber einem Kassamarktindex deutlich verändern.

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Hinweis: Das Glossar erklärt die technische Bedeutung innerhalb des Alex Long Market Scanner v1.0. Signale und historische Trefferquoten sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Die Web-App ist read-only und führt keine Orders aus.